| Bausubstanz |
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Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie ist es ratsam, die Bausubstanz des Objektes nach einer vorgelegten Systematik zu prüfen. Die häufigsten Fehlerquellen sind auch für den Laien gut zu erkennen. Im Folgenden wird eine Liste präsentiert, mit deren Hilfe Kaufinteressenten den baulichen Zustand einer gebrauchten Immobilie beurteilen und eventuelle Folgekosten einschätzen können. Die Liste konzentriert sich dabei auf die vier Schlüsselbereiche, die statistisch gesehen, die meisten Mängel bei einer Immobilie aufweisen.
Dach: Die häufigsten Mängel im Dachbereich betreffen:
Auftretender Schimmel und Wärmeverlust sind einige der Folgen, der oben genannten Schäden. Im Fall einer schadhaften Holzkonstruktion ist im Extremfall sogar der gesamte Dachstuhl zu ersetzen. Jede Schadensform weist charakteristische Merkmale auf:
Fassaden/Innenwände: Risse, veralteter Putz und fehlende bzw. unzureichende Wärmedämmungen stellen die Schwachpunkte alter Fassaden dar. Das Erkennen der oben aufgezählten Schwachpunkte bereitet auch dem Laien keinerlei Probleme. Die Verwendung eines modernen, wasserabweisenden Putzes, im Gegensatz zu einem veralteten "wasseranziehenden" Putz ist vom Baujahr der Immobilie abhängig. Generell gilt, dass Altbauten fast ausschließlich mit veraltetem Putz errichtet worden sind. Entsprechend verbreitet sind die im Zusammenhang mit wasseranziehenden Putz verbundenen Probleme bei Altbauten. Wasser kann durch den Putz aufgesaugt werden, wodurch Feuchtigkeit in die eigentliche Bausubstanz eindringt. Trocknet die Feuchtigkeit nicht richtig aus entstehen im Winter Eiskristalle, die den Putz sprengen, so dass Risse in der Fassade entstehen. Durch diese Risse kann wiederum mehr Feuchtigkeit ins Bauwerk eindringen, was zu dauerhaften Schäden an der Bausubstanz selbst führen kann. Aber nicht nur der mangelhafte Putz ist verantwortlich für schadhafte Stellen an Fassaden und Wänden. Die Beschaffenheit der Risse gibt Experten Aufschluss darüber, wodurch diese verursacht worden sind. Insgesamt unterscheidet der Fachmann drei unterschiedliche Formen von Rissen in Wänden und Fassaden: Haarrisse, Netzwerkrisse und Spaltungen.
Eine fehlende Wärmedämmung ist für 50% des gesamten Energieverlusts einer Immobilie verantwortlich. Schlecht gedämmte Wände kühlen schnell ab und strahlen Kälte zurück in den Innenraum. Der dadurch hervorgerufene Temperaturunterschied kann zur Bildung von Schimmel im Haus führen.
Keller: Keller sind insbesondere bei Altbauten ein Problem. Eine ungenügende und bei Vorkriegsbauten ganz fehlende Isolierung des Mauerwerks nach außen hin erlauben der Feuchtigkeit in die Bausubstanz einzudringen. Feuchte Wände und Risse im Mauerwerk, Schimmelgeruch und ein erhöhter Energieverlust sind gut erkennbare Indizien für diesen Baumangel. Problematischer wird es, wenn die Feuchtigkeit mittels des Kapillareffektes in höher gelegene Stockwerke wandert. Dann droht sich der Schimmelbefall im ganzen Haus zu verbreiten. Die Beseitigung von Baumängeln im Keller bzw. Fundamentbereich des Hauses ist aufwendig und kostspielig. Das betroffene Gebäude muss frei gelegt und von außen nachisoliert werden. Ist eine Freilegung des Fundaments nicht möglich, beispielsweise wegen angrenzende Bebauung, bieten so genannte Horizontalsperren eine Lösung an. Die Horizontalsperre bezeichnet einen Vorgang, bei dem eine chemische Substanz durch Druckinjektion in die Kapillare des Mauerwerks eingeführt wird. Die in das Mauerwerk eingebrachte Masse hindert die Feuchtigkeit daran sich weiter im Gebäude auszubreiten.
Wasserleitungen: Ob Blei, Kupfer, Edelstahl, verzinkter Stahl oder Kunststoff: Rohe können in den unterschiedlichsten Materialien verbaut werden.
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:37 Uhr |




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