| DAX Wochenrückblick 6.08.2010-13.08.2010 |
| Sonntag, 15. August 2010 um 12:55 Uhr |
|
In der abgelaufenen Woche musste der deutsche Leitindex erhebliche Verluste hinnehmen.
Insgesamt verlor das Kursbarometer knapp 250 Punkte und beendete den Handel mit 6110 Punkten. Verantwortlich hierfür waren in erster Linie die Kommentare der US- Notenbank FED bezüglich der Einschätzung des weiteren Konjunkturverlaufs. Die am Dienstag der abgelaufenen Woche veröffentlichte Konjunkturprognose fiel ungewöhnlich negativ aus. Der Aufschwung würde in absehbarer Zeit wahrscheinlich schwächer als erwartet ausfallen. Verantwortlich für die moderaten Wachstumsimpulse ist in erster Linie ein weiter schwächender US-Arbeitsmarkt und die damit einhergehende Konsumzurückhaltung. Gelang es den Aktienmärkten sich am Dienstag noch gegen die negativen Nachrichten zu stellen, setzte am Mittwoch eine scharfe Korrektur ein. Von Unternehmensseite ebbte die Zahl der veröffentlichten Nachrichten langsam ab und gaben keine Impulse mehr für die Marktentwicklung. Unverändert zurückhaltend stellt sich weiterhin das Stimmungsbild der Marktteilnehmer dar. Die in Print-und Digitalmedien gemachten Aussagen führender Volkswirte betonen die Unsicherheit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung. Trotz der übereinstimmenden Prognose über die wachsende Unsicherheit bezüglich des zu erwartenden Wachstums, bildeten sich zwei Lager bezüglich der weiteren Kursentwicklung des Aktienmarktes heraus. Das positive Lager sieht neben den Risiken auch Chancen für weitere, wenn auch nur moderate Zuwächse am deutschen Aktienmarkt, wobei Anleger in erster Linie, wie in der Vorwoche schon dargelegt, auf Exportunternehmen, wie Siemens und BASF setzen sollten. Das andere Lager sieht für den DAX zunehmend Gefahren für eine signifikante Abwärtsbewegung. Diese würde, aufgrund drohender Wachstumseinbußen in den USA und China, auch Exportwerte in Mitleidenschaft ziehen. Die beiden Lager waren in der vergangenen Woche etwa gleich stark, wenn man die von Volkswirten in der vergangenen Woche gemachten Aussagen als Grundlage heranzieht. Charttechnisch ist der Markt an der oberen Begrenzung von 6330-6350 Punkten gescheitert, was erst einmal als negativ gewertet werden kann. In den Fokus rückt nun die Unterstützungszone von 6080-6060 Punkten. Danach sind die 6000 Punkte und die 5900 Punkte Marke zu beachten. Fällt der DAX unter letztere Unterstützung, würde dies einen erneuten Abwärtsimpuls hervorrufen. |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. August 2010 um 19:00 Uhr |
