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Wie viel Geld investiere ich in eine Aktie?
Kaufen Sie immer
Hierbei wird oft vergessen:
Im Nachfolgenden wird erklärt, wie der zu investierende Betrag unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren zu ermitteln ist:
Berücksichtigung des Verlustrisikos Bei jeder Entscheidung in eine Aktie zu investieren sollte vorher feststehen, bei welchem Kurs das individuelle Minimum erreicht ist und die "Notbremse" gezogen wird (Stop Loss). Es gibt schließlich keine Garantie dafür, dass nachdem ein Aktienkurs abgestürzt ist, dieser sich jemals wieder erholt und auf den Einkaufskurs zurück kommt. Bei einer Investition in Aktien sollte also auch mit Verlusten gerechnet werden.
Wir bestimmen zunächst, wie viel des zur Verfügung stehenden Kapitals mit jeder Investition riskiert werden soll.
Risikobetrag = zur Verfügung stehendes Kapital * Risikofaktor <=> Risikobetrag = 10.000 € * 2% = 200 €
Bei der Investition in eine Aktie dürften demnach bis zum Stop Loss insgesamt nur 200 € Verlust entstehen.
Angenommen der Kaufkurs liegt bei 50 € und der Stop Loss wird bei 45 € gesetzt, bedeutet dies einen möglichen Verlust von 50 € - 45 € = 5 € pro Aktie. Die so ermittelte Anzahl an Aktien, die unter Berücksichtigung der bis dahin genannten Faktoren zu kaufen wäre beträgt:
Anzahl Aktien = Risikobetrag / Stop Loss Verlust pro Aktie <=> Anzahl Aktien = 200 € / 5 € = 40
Entsprechend den gegebenen Kapitalverhältnissen und der Risikobereitschaft ergibt sich, dass in diesem Beispiel 40 Aktien gekauft werden sollten. Dies entspricht einer Investitionssumme von 40 * 50 € = 2.000 €.
Berücksichtigung der Volatilität Im zweiten Schritt wird neben den oben genannten Faktoren auch die Volatilität der entsprechenden Aktie berücksichtigt. Hierfür setzen wir die in kürzerer Vergangenheit zu beobachtende Schwankungsbreite zur "Allzeit-Volatilität" in Beziehung. Die ausgesuchten Zeiträume zur Bestimmung der Volatilitäten sind hierbei nicht genau vorgeschrieben. Beispielhaft könnte man die Volatilität des vergangenen Monats in Bezug zur Volatilität der letzten 5 Jahre setzen.
Angenommen unser Aktienkurs hatte während des letzten Monats ein absolutes Hoch bei 55 € und ein absolutes Tief bei 49 €. Die Volatilität des vergangenen Monats würde demnach 55 € - 49 € = 6 € betragen. Dementsprechend könnte die Volatilität der letzten 5 Jahre aufgrund der Differenz des absoluten Hochs von z.B. 95 € und des absoluten Tiefs von z.B. 30 € im Beispiel 95 € - 30 € = 65 € betragen. Wenn die kurzfristige Volatilität nun in Beziehung zur Allzeit-Volatilität gesetzt und von 1 subtrahiert wird, ergibt sich ein Volatilitätsfaktor von:
Volatilitätsfaktor = 1 - kurzfristige Volatilität / Allzeit-Volatilität <=> Volatilitätsfaktor = 1 - 6 € / 65 € <=> Volatilitätsfaktor = 1 - 0,0923... = 0,9076...
Der Faktor ist umso größer,
Die Bestimmung der Stückzahl der zu kaufenden Aktien ergibt sich aus folgender Formel:
Anzahl Aktien = (Volatilitätsfaktor * Risikobetrag) / Stop Loss Verlust pro Aktie <=> Anzahl Aktien = (0,9076... * 200 €) / 5 € <=> Anzahl Aktien = 181,5384... € / 5 € = 36,3076... ≈ 36
Aufgrund der Berücksichtigung der Volatilität ergibt sich eine zu kaufende Stückzahl von 36 Aktien. Dies entspricht einer Investitionssumme von 36 * 50 € = 1.800 €. Insgesamt ergibt sich durch die Berücksichtigung der Volatilität bzw. anhand der Ermittlung des Volatilitätsfaktors im Vergleich immer eine geringere Stückzahl als durch die alleinige Berücksichtigung des Verlustrisikos.
=> Die zu kaufende Anzahl von Aktien wird größer, wenn die Aktie insgesamt eine große Volatilität besitzt, gleichzeitig der Kursverlauf in jüngerer Vergangenheit aber seitwärts tendierte. => Die zu kaufende Anzahl von Aktien wird kleiner, wenn die Aktie insgesamt nur wenig volatil ist, oder der Kursverlauf in jüngerer Vergangenheit große Kurssprünge absolviert hat.
1. Hohe Allzeit-Volatilität, geringe kurzfristige Volatilität
=> Hoher Volatilitätsfaktor: Kursgewinne sind aufgrund großer Schwankungsbreiten gut möglich, zudem ist das Risiko aufgrund der weniger starken Kursausschläge in der jüngsten Vergangenheit als eher gering einzuschätzen.
Volatilitätsfaktor = 1 - kurzfristige Volatilität / allzeit Volatilität
2. Hohe Allzeit-Volatilität, hohe kurzfristige Volatilität
=> Mittelmäßiger Volatilitätsfaktor: Kursschwankungen sind zwar möglich, aufgrund der aktuellen Schwankungsbreiten ist jedoch das Risiko eines Kursausschlages auch nach unten hin sehr hoch.
Volatilitätsfaktor = 1 - kurzfristige Volatilität / allzeit Volatilität EXTREMFALL: wenn kurzfristige Volatilität = langfristige Volatilität:
3. Niedrige Allzeit-Volatilität, geringe kurzfristige Volatilität
=> Mittelmäßiger Volatilitätsfaktor: Kursgewinne sind aufgrund niedriger Schwankungsbreiten unwahrscheinlich, weshalb auch das Risiko daher eher gering erscheint.
Volatilitätsfaktor = 1 - kurzfristige Volatilität / allzeit Volatilität
4. Niedrige Allzeit-Volatilität, hohe kurzfristige Volatilität
=> Niedriger Volatilitätsfaktor: Große Kursschwankungen sind untypisch, das Risiko ist aufgrund der erst kurzfristig eingetretenen Kursschwankungen daher umso größer.
Volatilitätsfaktor = 1 - kurzfristige Volatilität / allzeit Volatilität EXTREMFALL: wenn kurzfristige Volatilität = langfristige Volatilität:
Durch das beschriebene Vorgehen werden Chancen erhalten, gleichzeitig aber große Risiken und zum Teil auch aussichtslose Investitionen vermieden! Money Management - Money Management Rechner Technische Marktanalyse - Charttechnik
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:49 Uhr |








