Exchange-Traded-Funds (ETFs) Drucken E-Mail
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Beschreibung

Bei einem ETF handelt es sich um einen börsengehandelten Fond, der passiv gemanagt wird und meist einen Index abbildet (Indexfond). ETFs gehören zum Sondervermögen und sind daher vom Insolvenzrisiko des jeweiligen Emittenten, anders als Zertifikate, nicht betroffen (siehe Lehman Brothers).

Die Idee des ETF ist es Indizes, wie zum Beispiel den Dax oder auch ganze Märkte, wie zum Beispiel die europäische Wirtschaft, exakt nachzubilden (Indextracker). Die bloße Nachbildung ist im Gegensatz zu einem zum Beispiel aktiv gemanagten Investmentfonds deutlich kostengünstiger. Anstatt eines Ausgabeaufschlags von beispielsweise 5% beim Kauf von Anteilen eines Investmentfonds zuzüglich einer jährlich zu zahlenden Verwaltungsgebühr von 0,5-2%, fallen bei einem ETF kein Ausgabeaufschlag und nur ca. 0,25% Verwaltungskosten per anno an.

Bei der Nachbildung ergeben sich durch zum Beispiel zeitliche Differenzen leichte Unterschiede zum Index selbst. Dieser Unterschied wird für ETFs als prozentuale Angabe, dem so genannten "Tracking Error", angegeben. 

Neben den günstigeren Verwaltungskosten gibt es diverse Theorien darüber, ob ein ETF aus Sicht des Risikos und der Rendite besser abschneidet als ein aktiv gemanagter Fonds, bei dem durch die Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten versucht wird, eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Fakt ist, dass mit der Investition in einen ETF die Rendite des entsprechenden Index oder Markt auch tatsächlich erzielt wird (Marktrendite). Das Risiko ist dabei auf den gesamten Markt verteilt und damit minimal. Bei aktiv gemanagten Finanzprodukten ergibt sich durch die Selektion auf vermeintlich besonders erfolgreiche Wertpapiere ein "unsystematisches Risiko". Die Rendite von aktiv gemanagten Fonds soll laut verschiedener Studien nicht signifikant besser als der Referenzindex sein und oft auch darunter liegen.

ETFs können wie Aktien an der Börse gehandelt werden.
Sie erlauben die Investition in Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe, Anleihen, Kreditderivate und den Geldmarkt.

Einlagen in ETFs sind zurzeit leider noch nicht durch Vermögenswirksame Leistungen (VL) förderungsfähig.

 

Folgende Merkmale sind beim Kauf von ETFs zu beachten:

  • Geld/Brief: Kaufkurs/Verkaufskurs
  • Index: nachgebildeter Index/Markt
  • Ertragsverwendung: thesaurierend/ausschüttend
  • Verwaltungsgebühr: in % p.a.

 

Index:
Der zugrundeliegende Index sollte dem Index bzw. dem Markt entsprechen, in den der Anleger investieren möchte und von dem er sich ein bestimmtes Wachstum verspricht.

 

Ertragsverwendung:
Ein Ertrag entsteht in erster Linie durch Dividendenausschüttungen. Eine thesaurierende Ertragsverwendung bedeutet, dass eventuell entstehende Erträge in das insgesamt investierte ETF-Volumen einfließen und somit den Wert der Anteile steigern.
Im Falle der ausschüttenden Ertragsverwendung werden entstehende Erträge an den Anleger ausgeschüttet.

 

Verwaltungsgebühr:
Die Verwaltungsgebühr in % der Anlagesumme wird jährlich erhoben und vom insgesamt investierten ETF-Volumen abgezogen. Die Kosten der Verwaltung werden demnach durch eine Wertminderung der Anteile bezahlt.

 

Die Kosteneinsparung durch die Investition in einen ETF im Vergleich zu einem Fond ergibt sich folgendermaßen:

 

Die Kosten bei einer Investition von 100 € in einen Fond mit einem Ausgabeaufschlag von 5% betragen einmalig 100 € * 5% = 5 €. Die Verwaltungsgebühr p.a. kostet meist mindestens 0,5% und beträgt damit 0,5% * 100 € = 0,50 € p.a.

Die Investition von 100 € in einen ETF mit einer Verwaltungsgebühr von z.B. 0,25% p.a. betragen 100 € * 0,25% = 0,25 € p.a. Ein Ausgabeaufschlag fällt nicht an.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:34 Uhr
 
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